Factsheets des Wissenschaftlichen Dienstes (WiDi)

ErleuchtungZoombild vorhanden

© AdobeStock/Matschke

Der Wissenschaftliche Dienst (WiDi) am KErn behält den Überblick im Ernährungsdschungel: Er recherchiert laufend aktuelle Studien, ordnet neue Erkenntnisse ein und bringt die wichtigsten Fakten auf den Punkt. Daraus entstehen kompakte Factsheets und Stellungnahmen – besonders zu Themen, die gerade in den Medien für Aufmerksamkeit sorgen.

Future of Food 2.0

Die Lebensmittelwirtschaft steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Studie „Future of Food 2.0“ von Strategy&, der globalen Strategieberatung des Unternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC), zeigt, in welchen neun Bereichen bis 2035 das größte Wachstum entsteht – und warum Unternehmen jetzt klar entscheiden, wo sie investieren und mit wem sie zusammenarbeiten.

Mehr

63. Wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) - Zusammenfassung

Der 63. Wissenschaftliche Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) vom 4. bis 6. März 2026 in Kassel stand unter dem Leitthema „Ernährung und Mikrobiom – Ein Schlüssel für die Gesundheit“. Im Mittelpunkt standen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zur Rolle des Darmmikrobioms für Stoffwechsel, Immunfunktion und Prävention. Das Programm spannte den Bogen von Grundlagenforschung über klinische und epidemiologische Befunde bis hin zu den lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE und deren Nachhaltigkeitsdimension.

Mehr

Bessere Bevölkerungsgesundheit kann ökonomische Leistungsfähigkeit erhöhen

Die McKinsey-Analyse argumentiert; bessere Bevölkerungsgesundheit kann ökonomische Leistungsfähigkeit erhöhen – vor allem über höhere Erwerbsbeteiligung und Produktivität.
Für Deutschland wird in dieser Modellrechnung ein Potenzial von rund 250 Mrd. € zusätzlicher Wirtschaftsleistung pro Jahr bis 2050 ausgewiesen. Gleichzeitig zeigen Langzeitdaten bereits deutliche gesundheitliche Fortschritte (z. B. bei koronarer Herzkrankheit), weshalb die Ergebnisse primär als modellierte Potenziale und nicht als kausale Realbeobachtung zu lesen sind.

Mehr

Dietary Guidelines for Americans (DGA) 2025–2030

Die Dietary Guidelines for Americans 2025–2030 setzen neue Akzente mit einem erhöhten Proteinziel und einer klaren Abgrenzung gegenüber stark verarbeiteten Lebensmitteln. Gleichzeitig bleibt die 10%-Grenze für gesättigte Fettsäuren bestehen, obwohl Butter, Vollfett-Milchprodukte und rotes Fleisch stärker betont werden – ein zentraler fachlicher Spannungsbereich. Quantitativ liegen DGA und der wissenschaftliche DGAC-Bericht näher beieinander als oft angenommen, die Kontroverse betrifft vor allem Evidenzgewichtung, Transparenz des Prozesses und die Einordnung im Kontext einer planetenverträglichen Ernährung.

Mehr