Studie
Analyse der ökonomischen Relevanz des europäischen Herkunftsschutzes

Siegel "geschützte geografische Angabe"

Zur Bewahrung kulinarischer Vielfalt und damit des europäischen Kulturerbes werden seit den 1990er Jahren regional verankerte Produkte mittels europäischen Herkunftsschutzes unterstützt. Der europäische Herkunftsschutz zielt darauf ab, irreführende Herkunftsangaben zu unterbinden und regional verankerte Produkte und Produktionsweisen vor Rufausbeutung, Nachahmung und Irreführung zu sichern.

Dies zielt insbesondere auf folgende Aspekte ab:

  • Raumbezogene Monopolisierung von Produktionsrechten
  • Verlagerung der Marktnachfrage in ein Herkunftsgebiet
  • Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen
  • Erhalt der kulinarischen Vielfalt und damit des kulturellen Erbes
  • Steigendes Steueraufkommen für Kommunen
  • Touristische Aufwertung der Region
  • Aufwertung der Region als Investitionsstandort
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Trotz der inzwischen recht langen Laufzeit dieses Instrumentariums von mehr als zwei Jahrzehnten (Umsetzung seit 1996) ist wenig über dessen ökonomische Wirkungsweise bekannt. Zur Schließung jener Lücke wurde dieses Forschungsprojekt gestartet.

Die Ergebnisse sind wissenschaftlich von grundlegender Bedeutung, aber vor allem auch praxisrelevant, da sie öffentlichen und privatwirtschaftlichen Beratungs- und Vernetzungsorganisationen (wie dem Cluster Ernährung im Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
oder der German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA) e.V.) eine Basis bieten, die zunehmend an Bedeutung gewinnende Qualitätspolitik der Europäischen Union an ihre Wirtschaftspartner zu kommunizieren und so die ökonomischen Potenziale, die durch den
Herkunftsschutz entsteht, zu verdeutlichen und weiter zu erschließen.

Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) hat die Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg mit der Durchführung der Studie beauftragt. Die Ergebnisse der Studie sollen voraussichtlich im Rahmen einer Informations- und Vernetzungsveranstaltung im Frühjahr 2020 vorgestellt werden.

Laufzeit: 12/2018 – 08/2019

Kooperationspartner:

  • StMELF
  • Cluster Ernährung
  • Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)