Modellprojekt 2016: Ernährung macht Schule
Ernährungshandwerk erleben – Lebensmittel begreifen!

Schüler bereiten Hack zu.

Falsche Vorstellungen über Bäcker oder Fleischer gehören der Vergangenheit an, denn das Modellprojekt „Ernährung macht Schule. Ernährungshandwerk erleben – Lebensmittel begreifen“ des Kompetenzzentrums für Ernährung räumt damit auf. Ab 2016 erfahren oberfränkische Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sieben bis neun an Mittel- und Realschulen, was Handwerkskunst im Ernährungshandwerk bedeutet.

Meister ihres Berufs: Müller, Bäcker, Konditoren, Fleischer, Brauer und Mälzer, Winzer, Käser sowie Köche öffnen ihre Tore und geben Schülerinnen und Schülern einen Blick hinter die Kulissen. Sie zeigen das, was die Berufsbezeichnung nicht verrät und geben Freude sowie Leidenschaft für ihren Beruf an die Jugendlichen weiter. „Ernährung macht Schule“ wurde durch das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn), im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), konzipiert. In der Umsetzung wird das KErn vom Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung in Bayreuth und der Handwerkskammer für Oberfranken unterstützt.

Oberfranken aufgepasst! Wir suchen:

• Müller, Bäcker, Konditoren, Fleischer, Brauer und Mälzer, Winzer, Käser sowie Köche
und
• siebte bis neunte Klassen an Mittel- und Realschulen!

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Modellprojekt mit allen Sinnen

Während eines Besuchs beim Ernährungshandwerker lernen Schülerinnen und Schüler handwerklich hergestellte Speisen und Getränke kennen. Dabei geht es um mehr, als eine Betriebsbesichtigung oder -führung, denn sie nehmen an der Herstellung regionaler Schmankerl teil. Sie sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken den Arbeitsplatz des Ernährungshandwerkers und die von ihm zubereiteten Spezialitäten. Das Projekt hat durch die Verbindung von Theorie mit der Praxis vor Ort einen hohen Mehrwert für Schüler, Lehrer und Ernährungshandwerker. Nach dem Besuch beim Ernährungshandwerker kennen die Schüler:
  • Die Herkunft und Herstellung regionaler Spezialitäten sowie
  • Die Berufe der Ernährungshandwerker und was diese auszeichnet.

Bayerische Spezialitäten:
Allgäuer Bergkäse, Fränkisches Holzofenbrot, Nürnberger Rostbratwürste, Fränkischer Grünkern und Co. – Bayern ist über die Landesgrenzen hinaus für seine Spezialitäten bekannt. Regionaltypische Lebensmittel sind ein wichtiges Kulturgut. Sie stehen für Tradition, Geschichte und Regionalität.

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Unterstützung für Lehrkräfte und Ernährungshandwerker

Die Inhalte der Bayerischen Spezialitätendatenbank www.spezialitaetenland-bayern.de, die mittlerweile über 250 Spezialitäten umfasst, stehen den Lehrerinnen und Lehrern in Form von Zusatzmaterialien für den Schulunterricht zur Verfügung. Die Klasse lernt mit Hilfe der Unterrichtsmaterialien die Ernährungshandwerksberufe aus einem neuen Blickwinkel kennen und wird optimal auf den Besuch vorbereitet.

Auch die Handwerker rüsten sich: Sie durchlaufen vor dem ersten Schulklassenbesuch eine Schulung. Dabei erhalten sie Informationen für die Umsetzung und lernen pädagogische Methoden für den Umgang mit den jungen Besuchern kennen.

Wie die Teilnahme funktioniert

Für die Schule:
Um dabei zu sein, melden sich oberfränkische Mittel- und Realschullehrer der 7. bis 9. Jahrgangsstufe unter der E-Mail-Adresse Ernaehrung.macht.Schule@KErn.bayern.de an. In einem zweiten Schritt haben sie die Möglichkeit über das Fachzentrum für Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung in Bayreuth, Ernährungshandwerksbetriebe für einen Besuch zu kontaktieren und einen passenden Termin zu vereinbaren.
Für den Betrieb:
Interessierte Ernährungshandwerker melden sich beim Kompetenzzentrum für Ernährung für das Modellprojekt an: Ernaehrung.macht.Schule@KErn.bayern.de. Nach erfolgreicher Schulung in Bayreuth (beim Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung) wird der Handwerksbetrieb in die Kontaktdatenbank für die Schulen aufgenommen und kann ab diesem Zeitpunkt von der Lehrkraft für einen Besuch kontaktiert werden.
Die Schulung ist, neben einem Meisterbrief oder einer Berufsausbildung mit Ausbildereignungsprüfung, Voraussetzung für die Teilnahme bei "Ernährung macht Schule". Inhalte sind: Informationen zum Modellprojekt, Klärung organisatorischer Fragen (z. B. Hygienebestimmungen) und Vorbereitung auf den Schülerbesuch.

Erste Eindrücke des Pretests

Insgesamt haben 37 Schüler der achten Jahrgangsstufe der Mittelschule Weidenberg am Pretest im Spätsommer 2015 teilgenommen. Während eine Klasse mit 18 Schülern die Metzgerei Lindner direkt vor Ort besuchte, fuhren 19 Schüler der anderen Klasse zu Herrn Nickl, Braumeister der Brauerei Hütten, ins nur wenige Kilometer entfernte Warmensteinach.

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