Recherche aktuell

„Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen“ – an dieser Wahrheit lässt sich nicht rütteln. Doch leider finden sich vor allem im Internet, in Sozialen Medien oder auch auf dem Buchmarkt viele Un- oder Halbwahrheiten in Sachen Ernährung, die sich häufig mit wissenschaftlich fundierten Informationen vermischen. Um diesen unseriösen Aussagen etwas entgegen­zusetzen, gibt es seit 2019 am Kompetenzzentrum für Ernährung in Freising einen Recherchedienst. Dieser durchforstet Studien in wichtigen wissenschaftlichen Datenbanken, analysiert Informationen aus dem Internet und reduziert die enorme Informationsflut auf das Wesentliche.

Aktuelle Texte – Ernährungswissen to go! – finden Sie hier auf dieser Seite.

Faktenübersicht
Die Rolle von Fleisch in der nachhaltigen Ernährung

mehrere Stücke von rohem Rindfleisch nebeneinander

© Uwe Ruhrmann - Pixabay

Insgesamt verursacht die deutsche Ernährung durch den tatsächlichen Verzehr rund 176 Mio. Tonnen Treibhausgase. Davon werden 37 % allein durch den Verzehr von Fleisch verursacht (Thünen-Institut 2019). Für Rindfleisch aus Deutschland fallen mehr als doppelt so viel Emissionen an als für Schweinefleisch oder Hähnchen aus Deutschland. Im realen deutschen Konsum macht Rindfleisch jedoch nur etwa 15 % des Fleisches aus. Der Konsum von extensiv erzeugtem Rindfleisch würde die Treibhausgas-Emissionen nochmals um 60 % erhöhen.   Mehr

Faktenübersicht
Alternative Proteinquellen – Eine Bestandsaufnahme

Alternative Proteinquellen in Schüsseln

© carlosgaw - AdobeStock

Aktuell wird eine Vielzahl an alternativen Proteinquellen für die menschliche Ernährung diskutiert: Darunter fallen pflanzliche Proteinquellen wie etwa Leguminosen, Getreide oder Ölsaaten, tierische Proteinquellen wie beispielsweise Insekten, oder Einzeller und rekombinante Proteine hergestellt aus Mikro- und Makroalgen, Pilzen, Bakterien und Hefen. Hintergrund ist, dass die Lebensmittelindustrie angehalten ist, deutlich mehr Lebensmittel für eine wachsende Weltbevölkerung zu produzieren und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck der landwirtschaftlichen Systeme zu verringern. Dieser Bedarf soll mithilfe alternativer Proteinquellen gedeckt werden. Dabei bedarf es der Berücksichtigung von Zugänglichkeit und die Erschwinglichkeit alternativer Proteine.  Mehr

Faktenübersicht
Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie: Weniger Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten

Fat-salt-sugar Fkruger Adobestock

© fkruger - AdobeStock


Im Rahmen der Nationalen Reduktions- und Innovationsstrategie hat sich das Bundes­ministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Aufgabe gemacht, Verbraucher bei einer gesundheitsbewussteren Ernährung zu unterstützen. Im dem Zuge sollen auch Fertigprodukte gesünder werden. Fokus dieser Intervention liegt u.a. auf den Endprodukten, die sich in ihrer Aufmachung an Kinder und Jugendliche richten. Hintergrund ist, dass nicht übertragbare Krankheiten wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes-Typ-2 treten immer häufiger auftreten.  Mehr

Faktenübersicht
Mit Novel and Future Foods (NFFs) das Treibhauspotenzial, den Wasserverbrauch und die Landnutzung reduzieren?

Gegenüberstellung von Dürre und saftiger Wiese

© ELG21 - Pixabay

Egal ob vegan, flexitarisch oder neuartig – die Ernährungsweisen haben alle das Potenzial die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Im Vergleich zur derzeitigen konventionellen Kost senkte eine ökologisch optimierte omnivore, aber auch eine rein vegane Ernährung die Effekte auf Land, Wasser und Klima in der gleichen Größenordnung – nämlich jeweils um 81 bis 84 Prozent. Die optimierte Ernährungsweise bestehend aus überwiegend neuartigen Lebensmitteln konnte den Verbrauch sogar um 83 bis 87 Prozent senken.  Mehr

Faktenübersicht
Weltklimabericht: Ernährung und Landwirtschaft könnte viel bewegen

Kühe grasen auf einer Wiese, im Hintergrund mehrere Industrieschlöte mit Abgasen

© Peggychoucair - Pixabay

Der IPCC-Bericht unterstreicht die Verknüpfung von Landnutzung und Klima und zeigt auf, wie sich die verschiedenen Formen der Landnutzung auf die Treibhausgasemissionen und das Klimasystem auswirken. Anhand von geeigneten Maßnahmen zur Eindämmung der Klimakrise wird verdeutlicht, dass das menschliche Handeln entscheidend ist: Durch eine Umstellung bisheriger Ernährungsweisen und Landnutzung könnte ein Großteil der Emissionen eingespart werden – ohne die Ernährungssicherheit weiter zu gefährden.  Mehr

Faktenübersicht
Fleischalternativen aus Pilzkulturen

Petrischale mit Pilzkulturen von Fusarium graminearum

© George Barron

Mykoprotein wird aus Pilzmyzelen gewonnen, die in beheizten Bioreaktoren unter Verwendung von Zucker als Substrat kultiviert werden. Im Gegensatz dazu sind pflanzliche Fleischalternativen aus beispielsweise Soja- oder Erbsenprotein immer noch von der Landwirtschaft abhängig. Mykoprotein könnte aufgrund des Klimawandels besonders wichtig sein. Doch wie sieht es mit der Ökobilanz der Pilzkulturen im Vergleich zu Fleisch aus?  Mehr

Faktenübersicht
In-vitro Fleisch als gesündere Alternative?

Fleisch in Petrischale in Laborumgebung

© tilialucida - AdobeStock

In-vitro Fleisch ist Fleisch, welches synthetisch hergestellt wird. Dem kultivierten Fleisch werden potenzielle Vorteile gegenüber traditionellem Fleisch im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit, Tierschutz, der Lebensmittelsicherheit sowie der Gesundheitsaspekte zugesprochen. Durch eine optimierte Zusammensetzung und den kontrollierten Herstellungsprozess könnte in-vitro Fleisch eine gesündere und sichere Alternative zu herkömmlichem Fleisch sein. Noch sind die Herstellungskosten sehr hoch. Wie ist der Stand der Forschung?  Mehr

Faktenübersicht
Zahlen, Daten, Fakten zu Kuhmilch vs. Pflanzendrinks

Eingießen von Milch in Glas. Im Hintergrund ist verschwommen Natur zu erkennen.

© Naturalbox - AdobeStock

Im Sortiment der pflanzlichen Ersatzprodukte stellen Pflanzendrinks nach wie vor die beliebteste Produktgruppe dar. Die pflanzlichen Milchalternativen werden meistens auf Basis von Soja, Hafer oder Mandel hergestellt. Mit dem Kauf pflanzlicher Milchalternativen versprechen sich Konsumentinnen und Konsumenten in erster Linie, verglichen mit Kuhmilch, eine gesundheitlich vorteilhafte Wahl zu treffen. Die folgende Analyse zeigt, dass Kuhmilch im Vergleich zu Pflanzendrinks wichtige Makronährstoffe bereits in nennenswerten Anteilen „natürlich“ enthält.   Mehr

Faktenübersicht
Hafer in der glutenfreien Ernährung

Haferkörner

© StMELF

Die Integration von Hafer in der Ernährung vereinfacht eine glutenfreie Ernährung und kann Betroffene entlasten. Außerdem könnte auf diese Weise nicht nur der Speiseplan erweitert werden, sondern auch bedarfskritische Nährstoffe einer glutenfreien Ernährung gedeckt werden. Für Zöliakie-Betroffene ist eine glutenfreie Ernährung derzeit jedoch die einzig wirksame Therapieoption. In jedem Fall sollte nur nach einer medizinischen Beratung und Diagnose eine gezielte Ernährungsumstellung in Richtung glutenfrei angestrebt werden.   Mehr

Nachhaltige Ernährung mit Planetary Health Diet & DGE
Theorie & Praxis – Ernährungsrichtlinien im Check

EAT DGE

© EAT/DGE

Wie ernähre ich mich gesund und nachhaltig? Dieser Frage widmen sich verschiedenste Forschungen, Theorien und daraus abgeleitete Ernährungskonzepte. Besonders die Empfehlungen der Planetary Health Diet stechen hierunter heraus, da sie von vielen Ernährungsexperten auch im internationalen Umfeld anerkannt und als globale Referenzernährung herangezogen werden. Entsprechend werden die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), mit der Planetary Health Diet und dem tatsächlichen Lebensmittelverzehr in Deutschland, der durch die Nationale Verzehrsstudie festgestellt wurde, verglichen.  Mehr

Archiv

Nestlé-Studie 2021
Konsumenten wünschen sich Klimalabel für Lebensmittel

Eine kleine Erdkugel liegt auf einem Teller mit Besteck

© smolaw11 / Adobe Stock

Viele Konsumenten betrachten die Bekämpfung des Klimawandels als eine der größten globalen Herausforderungen. Sie sind auch bereit, sich mehr dafür einzusetzen. Dennoch ist der Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Ernährung vielen Menschen noch nicht hinreichend klar und bewusst. Die Nestlé-Studie 2021 „So klimafreundlich is(s)t Deutschland“ untersuchte diese und weitere Aspekte einer klimafreundlichen Ernährung. Einige Kernergebnisse der Studie hat das KErn zusammengefasst.  Mehr

Ernährungsreport des BMEL 2021

Bundesministerin Klöckner und Prof. Güllner halten eine Platte mit dem Cover des Ernährungsreports 2021 in die Kamera

© BMEL/Janine Schmitz/photothek.net

Das Bundesministerium für Ernährung (BMEL) veröffentlicht jährlich seit 2016 den Ernährungsreport. Dieser beleuchtet Ess- und Kaufgewohnheiten der Bevölkerung und erfasst aktuelle Trends, Meinungen und Wünsche zum Thema Ernährung. Hierfür befragt das Institut Forsa telefonisch ca. 1000 Menschen ab 14 Jahren. Die Untersuchung richtet sich dabei nach den Befragungen der letzten Jahre, sodass auch Zeitvergleiche möglich sind. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner stellte am 19.05.2021 in Berlin die neuen Umfragedaten vor.  Mehr

Informationsübersicht in Kürze
Zucker – Fakten statt Fehlinformation

Ein Glas voll Zuckerwürfel mit einem Strohhalm drin

@ weixx/Fotolia

Mit Schlagzeilen wie „Zucker ist Gift für den Körper“ werden die gesundheitlichen Auswirkungen von Zucker in vielen Internetartikeln heiß diskutiert. Neben den offiziellen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es so auch unterschiedlichste Darstellungen des Süßmachers von sowohl Laienpresse als auch Industrieverbänden, welche sich deutlich für oder gegen Zucker richten. Tatsächlich ist jedoch die Menge entscheidend. Denn wie bereits Paracelsus sagte: „Die Dosis macht das Gift“.  Mehr

14. DGE-Ernährungsbericht
Umsetzung einer nachhaltigen und gesundheitsförderlichen Ernährung

Grafische Darstellung der Trends im Gemüseverbrauch von 2007 - 2018

© 14. DGE-Ernährungsbericht

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) veröffentlicht im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) alle vier Jahre ihren Ernährungsbericht. Er gibt Antworten auf grundlegende Fragen wie „Was und wie viel wird in Deutschland gegessen?“, „Wie verändern sich das Ernährungsverhalten und die Versorgung der Menschen?“ und „Welche Maßnahmen sind notwendig, um die Gesundheit der Menschen zu fördern?“. Der aktuelle Ernährungsbericht ist Ende November 2020 erschienen.   Mehr

Utopia-Studie
Wie gesund ist vegetarische und vegane Ernährung?

Junge Frau steht in einer modernen Küche und kostet Essen aus einem Schöpflöffel

© Adobe Stock/Drobot Dean

Flexitarisch, vegetarisch, vegan oder plant-based – immer mehr, vor allem junge Menschen, verzichten auf Fleisch oder zusätzlich noch auf Milch und Eier. Laut einer Online-Umfrage der Internet-Plattform utopia.de ernähren sich sogar 53% der 18- bis 24-Jährigen vegetarisch. Als "Flexitarier" bezeichnen sich 30 % der Utopiastudie-Teilnehmer. Zwar handelt es sich bei dieser Befragung nicht um eine repräsentative Umfrage, dennoch liefert die Studie aktuelle Zahlen und lässt Tendenzen in der Probandengruppe ablesen.  Mehr