Standorte

Hauptsitz des KErn ist Kulmbach, ein weiterer Standort befindet sich in Freising.

Standort Kulmbach
Kulmbach gilt als drittgrößter Lebensmittelstandort im Freistaat. Die inmitten der Genussregion Oberfranken gelegene Stadt hat eine lange Tradition in der Lebensmittelproduktion. Besonders das Brauwesen prägt die Stadt seit Jahrhunderten, weshalb Kulmbach häufig als „heimliche Hauptstadt des Bieres“ bezeichnet wird. Daneben haben auch das Bäcker- und Metzgerhandwerk die regionale Lebensmittelkultur geprägt. Die Lebensmittelwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor der Stadt. International tätige Unternehmen der Ernährungsindustrie haben hier ihren Sitz, darunter der Backzutaten- und Malzhersteller IREKS, der Gewürzhersteller RAPS sowie die Kulmbacher Brauerei. Gemeinsam mit zahlreichen mittelständischen Betrieben des Lebensmittelhandwerks bilden sie ein vielfältiges wirtschaftliches Netzwerk rund um Lebensmittelproduktion und -verarbeitung.

Neben der Wirtschaft prägt auch die Wissenschaft den Standort. In Kulmbach befindet sich ein Standort des Max Rubner-Instituts, des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel. Ergänzt wird diese Forschungslandschaft durch die Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit der Universität Bayreuth, mit ihrem Campus in Kulmbach. Und schließlich hat die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ihren Sitz in der nordbayerischen Stadt.
Standort Freising
Freising zählt zu den bedeutenden Standorten für Ernährung, Lebensmittelproduktion und Ernährungsforschung in Deutschland. Freising ist mit dem Campus Weihenstephan ein international anerkannter Wissenschaftsstandort für Ernährung und Lebensmittel. Zentrale Einrichtungen sind die TUM School of Life Sciences der Technischen Universität München, die sich interdisziplinär mit der gesamten Wertschöpfungskette von Lebensmitteln beschäftigt – von biologischen Grundlagen über landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung bis hin zu Ernährung und Konsum. Rund 4.600 Studierende und zahlreiche Forschungsgruppen arbeiten hier an Themen wie Ernährungswissenschaft, Lebensmitteltechnologie und nachhaltiger Landnutzung.

Ergänzt wird dieses wissenschaftliche Umfeld durch zahlreiche weitere Institutionen am Standort. Dazu gehören unter anderem das Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München, das sich mit molekularen Grundlagen von Geschmack und Ernährung beschäftigt, sowie das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung. Gemeinsam mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft bilden sie ein dichtes Netzwerk aus Forschung, Wissenstransfer und Innovation im Ernährungsbereich.
Diese einzigartige Konzentration von Wissenschaft, Bildung und Praxis sowie die enge Verbindung von landwirtschaftlicher Tradition, wissenschaftlicher Ausbildung und moderner Forschung prägen den Standort maßgeblich.