Bayerischer Forschungscluster
enable – gesunde Ernährung in allen Lebensphasen

enable-Startbild: Frau mit Icons zu gesunder Ernährung

Am 17. Juli 2015 stellte sich der enable-Cluster bei der offiziellen Auftaktveranstaltung in Freising-Weihenstephan vor. Der Cluster forscht interdisziplinär an den Schnittstellen von Ernährungswissenschaften und Lebensmitteltechnologie zu Informations- und Kommunikationstechnologie und Sozialwissenschaft und trägt dazu bei, das Zusammenspiel von Ernährung und Ausprägung des menschlichen Genoms zu entschlüsseln. Er untersucht damit auch die Prädisposition für und den Schutz vor chronischen Erkrankungen wie Diabetes und deren Folgeschäden.

Der von der Technischen Universität München (TUM) geführte Forschungscluster forscht zu allen Lebensphasen (z. B. Schwangerschaft, Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und hohes Alter) und entwickelt zielgruppenspezifische Angebote. Darunter fallen gesündere „Convenience-Produkte“ und IT-basierte Anwendungen, um aktiv ungesunden Ernährungsgewohnheiten gegenzusteuern. Moderne Ernährung mit Fertiggerichten und gesunder Lebensstil sollen kein Widerspruch mehr sein. Entscheidend für alle Produktentwicklungen im Cluster sind die Partner aus der Ernährungswirtschaft und Kommunikationstechnologie.
Die interdisziplinären Forschungsarbeiten werden von Universitäten und Forschungsinstituten aus Nürnberg-Erlangen, Freising sowie München durchgeführt. Neben dem bayerischen enable-Cluster werden noch drei weitere Cluster deutschlandweit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Daten und Fakten
  • Laufzeit: drei Jahre
  • Laufzeitbeginn: 01.06.15
  • Geförderte Gesamtmittel: rund 5.8 Mio. €
  • Sitz des Cluster-Office: TU München, ZIEL – Zentralinstitut für Ernährungs- und Lebensmittelforschung in Weihenstephan, Am Weihenstephaner Berg 1, 85354 Freising
  • Clustersprecher: Prof. Dr. Hans Hauner, Lehrstuhl für Ernährungsmedizin, TUM
  • Clusterkoordination: Dr. Kerstin Dressel, Sine-Institut München
Cluster-Kooperationspartner
  • Technische Universität München (TUM/ZIEL-Institut)
  • Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)
  • Ludwig-Maximilians-Universität (LMU)
  • Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT)
  • Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH
  • Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
  • Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie
  • sine-Institut GmbH
  • Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
Das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) übernimmt im Cluster das Innovationsmanagement und sorgt dafür, dass geeignete Ergebnisse aus der Forschungsarbeit in Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden.
Auftaktveranstaltung
Rund 100 geladene Gäste aus Ernährungswissenschaft und -wirtschaft sowie Medienvertreter feierten den offiziellen Start des neuen Cluster zur Ernährungsforschung am 17. Juli 2015 in Freising. Bei der gelungenen Auftaktveranstaltung gab der Cluster-Sprecher, Prof. Hans Hauner, zunächst eine Einführung über die Ziele der Forschungs- und Innovationarbeiten im Cluster. Nach ihm sprachen Vertreter des Drittmittelgebers (BMBF), der Lokalpolitik und der Wirtschaft Grußworte:
  • Dr. Richard Mitreiter, DLR, Projektträger des Bundesministeriums für Bildung und
    Forschung (BMBF)
  • Ministerialrätin Marion Kratzmair, Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF)
  • Herr Norbert Alberti, Backstube Wünsche/EDEKA Süd/Industriepartner
  • Herr Rudolf Schwaiger, Stadtrat und Weihenstephan-Referent der Stadt Freising
  • Prof. Dr. Thomas Hofmann, Vizepräsident für Forschung und Innovation, TUM
Trotz der Sommerhitze konnten alle Besucher eine entspannte Mittagspause mit der Musik des Arden Jazz Trios genießen. Am Nachmittag stellten die Leiter der drei Arbeitspakete jeweils ihre Ziele vor:
  • Prof. Dr. Jakob Linseisen (HMGU) / Prof. Dr. H. Hauner (TUM), Arbeitspaket 1: Neue Ansätze und Methoden zur Neudefinition der Beziehung Ernährung und Gesundheit
  • Dr. Peter Eisner (Fraunhofer IVV) / Prof. Dr. D. Volkert (FAU), Arbeitspaket 2: Möglichkeiten und Grenzen der Neuentwicklung von gesünderen Lebensmitteln, einschließlich Convenience-Produkten
  • Prof. Dr. Hannelore Daniel (TUM) / Prof. Dr. H. Krcmar (TUM), Arbeitspaket 3: Neue Instrumente und Möglichkeiten der Ernährungskommunikation mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien

Auftaktveranstaltung enable Gruppenbild

Ministerialrätin Marion Kratzmair (StMELF), Dr. Peter Eisner (Fraunhofer IVV), Dr. Richard Mitreiter (DLR, BMBF), Prof. Dr. Jakob Linseisen (Helmholtz Zentrum München), Dr. Andrea Spangenberg (KErn), Norbert Alberti (Backstube Wünsche/EDEKA Süd/Industriepartner), Prof. Dr. Dorothee Volkert (FAU Erlangen), Dr. Kerstin Dressel (Sine Institut), Dr. Luttermann-Semmer (ZIEL TUM), Johanna Thalhuber (ZIEL Akademie), Prof. Dr. Hans Hauner (enable Cluster-Sprecher, TUM) (v.l.n.r.)

Kontakt für weitere Informationen

Technische Universität München
ZIEL – Institute for Food & Health
enable-Geschäftsstelle

Weihenstephaner Berg 1
85350 Freising-Weihenstephan
Tel.: 08161/71-3540
E-Mail: enable-cluster@tum.de

Aus dem Magazin "Schule und Beratung" (SuB)

Der enable-Cluster für Ernährungsforschung
Wege zur gesünderen Ernährung in allen Lebensphasen

Immer mehr Menschen essen unterwegs, und auch zu Hause werden aus zeitlichen Gründen immer häufiger Fertiggerichte zubereitet. Selten jedoch sind diese gesund zu nennen, sondern meist kommen sie fettreich, überzuckert und ballaststoffarm daher. Um gesündere und gleichzeitig schmackhafte Lebensmittel und Fertiggerichte zu entwickeln, haben sich im enable-Cluster für Ernährungsforschung zahlreiche Experten unterschiedlicher Fachrichtungen mit Industriepartnern zusammengeschlossen. Das Ziel ist, jedem Menschen – unabhängig vom Alter – eine den Bedürfnissen entsprechende, gesündere Ernährung zu ermöglichen. Mehr

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