Verein Kulinarisches Erbe Bayern e. V. startet Aktionswochen
Kulinarisches Erbe Bayerns auf dem Teller

(27.10.16) Kulmbach – Um auf das kulinarische Erbe der bayerischen Regionen aufmerksam zu machen, Spezialitäten vor dem Vergessen zu bewahren und die traditionelle Speisenherstellung zu würdigen, widmet sich der Verein Kulinarisches Erbe Bayern e.V. in seinen Aktionswochen, ab 30. Oktober, Bayerns kulinarischem Erbe: Zehn Restaurants – darunter u.a. drei mit der „Ausgezeichneten Bayerischen Küche“ zertifizierte und ein Sternekoch – zeigen, welche kulinarischen Schätze in Bayerns Regionen schlummern.

Die regionale Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Erzeugern sowie dem Bäcker- und Metzgerhandwerk, in Verbindung mit der aufwendigen Herstellung der Spezialitäten, verlangt viel Einsatz. Die Philosophie bzw. Überzeugung der Wirte wird besonders durch die Wertschätzung der Gäste verstärkt.
„Wir möchten mit unseren Aktionstagen zeigen, dass Bayern neben Schweinsbraten und Leberkäs‘ eine Vielfalt an Spezialitäten zu bieten hat. Gastronomiebetriebe erfüllen eine wichtige sozio-kulturelle Aufgabe: Hier kehren die Menschen ein und hier findet die Veredelung von Erzeugnissen aus dem Bäcker- und Fleischerhandwerk und der Landwirtschaft statt“, sagt Dr. Simon Reitmeier, Vorstandsmitglied des Vereins und Geschäftsführer des Clusters Ernährung.

Bayernweite Aktion

In Oberbayern, beim „Huber Wirt“ in Pleiskirchen/Altötting interpretiert Sternekoch Alex Huber alte, fast vergessene Spezialitäten neu und individuell. Inspirieren lässt er sich dabei u.a. von alten Rezepten wie dem „Zocker-Brot“ (mit Schwein, Kren, Radi, Ei, Schnittlauch), das früher nach getaner Arbeit zum Kartenspiel als „Snack“ im väterlichen Wirtshaus auf den Tisch kam. „Mich reizt es typische Spezialitäten, die heute kaum einem mehr etwas sagen, neu zu inszenieren und zu zeigen, welch Vielfalt unsere alten Rezepte bieten und vor allem, dass dieses kulinarische Erbe bei meinen Gästen gut ankommt“, so Huber.
Wie auch Huber, so zeigt Robert Drechsel in seinem Wirtshaus „Zum Alten Schuster“ in Weiden/Oberpfalz, was man aus alten Klassiker der Gegend herausholen kann: Ob Erdäpfelsuppe mit Schwarzbrotwürfeln, Schwammerln mit Dotsch, Surfleisch mit Dorschengemüse (Gepökeltes Fleisch mit Steckrüben), Karpfenfilet im Zoiglbierteig oder Bröselbart mit Zimtzwetschgen – man bekommt eine Lektion Oberpfälzische Mundart quasi in den Mund gelegt.
In „Kühners Landhaus“ im schwäbischen Kissing können die Gäste Maultaschen vom Kalbsbeuscherl probieren, im „Brandenburger Wirtshaus“ in Nürnberg begegnet man „versoffenen Jungfrauen“ (Schmalzgebäck mit Rotwein), im Kulmbacher Kommunbräu gibt es neben selbstgebrautem Bier Spezialitäten von Anisbreze bis Zwetschgenbaames (Rinderschinken, urspr. über Zwetschgenholz geräuchert), im „Brunnenhof“/Landkreis Schweinfurt werden die Gäste mit unterfränkischer Leberknödelsuppe mit Kräuterflädle, Tafelspitzsülze und Karthäuser Klöß (Süßspeise aus alten Brötchen) verwöhnt.

Weitere Informationen zu allen teilnehmenden Restaurants und zum Verein gibt es hier Externer Link

Ansprechpartner für weitere Informationen:

Karoline Thannhuber
Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)

Hofer Str. 20
95326 Kulmbach
Tel.: +(49)9221-40782-33
Fax: +(49)9221-40782-99
E-Mail: poststelle@KErn.bayern.de

Robin Ehrhardt Cluster Ernährung am
Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)

Hofer Str. 20
95326 Kulmbach
Tel.: +(49)9221-40782-51
Fax: +(49)9221-40782-99
E-Mail: ernaehrungscluster@KErn.bayern.de